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Was ist das SE-ZERT Programm?

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Das SE-ZERT® Programm ist eine berufsbegleitende Weiterbildung zum „Certified Systems Engineers (GfSE)®“ und soll den Teilnehmenden die Gelegenheit zum Aufbau prozessbezogener und inhaltsbezogener Kompetenzen im Bereich Systems Engineering bieten.

Es wurde von der GfSE e.V. zusammen mit dem TÜV Rheinland als Personenzertifikat entwickelt. Das Programm orientiert sich damit an der EN ISO/IEC 17024 zur Personenzertifizierung. Akkreditierte Trainingsstellen bereiten die Teilnehmenden optimal und unabhängig auf die Zertifizierung vor, die von einem Prüfungsausschuss der SE-ZERT® Assessorengruppe der GfSE e.V. auf SE Wissen geprüft werden. Somit soll und wird eine hohe Qualität der Weiterbildung sichergestellt. Mit einem SE-ZERT® Zertifikat sind Absolvierende branchenübergreifend für Ihre Arbeit als Systems Engineer qualifiziert. Die Weiterbildung wird in deutscher als auch englischer Sprache weltweit angeboten.

Der SE-ZERT® richtet sich an Einzelpersonen mit einem technischen Abschluss vom Meister, Techniker, Bachelor, Master und ältere Hochschulabschlüsse. Es bietet weiterhin Firmen die Qualifizierung von Mitarbeitenden in einer internen Weiterbildung, als auch durch Teilnahme an öffentlichen Kursen an.

Der GfSE e.V. Satzung folgend, ist es das Ziel einen Systems Engineering Standard, Sprache und ein einheitliches Berufsbild zu schaffen.

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Die Qualifikationsstufen

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SE-ZERT® Ebene A vermittelt umfassende Systems-Engineering-Kompetenzen auf höchstem Niveau. Die Teilnehmenden lernen, komplexe Projekte und multidisziplinäre Teams fachlich und technisch verantwortlich zu führen. Voraussetzung sind ein Zertifikat der Ebene B sowie eine eigenständig erstellte Studienarbeit mit Selbstreflexion. Die Prüfung besteht aus der Bewertung dieser Studienarbeit und einem 60-minütigen Fachgespräch. Das Zertifikat ist 3 Jahre gültig und kann durch Rezertifizierung verlängert werden.

SE-ZERT® Ebene B vermittelt die sichere Anwendung von Systems-Engineering-Methoden in moderat komplexen Projekten.

Die Teilnehmenden lernen, Teilprojekte oder begrenzt komplexe Projekte sowie kleine multidisziplinäre Teams zu führen.

Voraussetzung sind ein Zertifikat der Ebene C, ein zugelassenes Training und mindestens 80 % Anwesenheit.

Die Prüfung umfasst 50 Fragen in 120 Minuten und gilt ab 67 % als bestanden. Das Zertifikat ist 3 Jahre gültig und rezertifizierbar.

SE-ZERT® Ebene C vermittelt vertieftes Wissen über Systems Engineering und dessen Methoden. Ziel ist die qualifizierte Mitarbeit in Projekten und multidisziplinären Teams sowie die Übernahme technischer Verantwortung. Voraussetzung sind ein zugelassenes Training und mindestens 80 % Anwesenheit. Die Prüfung umfasst 50 Fragen in 120 Minuten und gilt ab 67 % als bestanden. Das Zertifikat ist 5 Jahre gültig und kann durch Rezertifizierung verlängert werden.

SE-ZERT® Ebene D richtet sich an Absolventinnen und Absolventen zugelassener Masterstudiengänge. Vermittelt werden vertiefte Grundlagen des Systems Engineering sowie die Fähigkeit, in Projekten und multidisziplinären Teams mitzuwirken. Voraussetzung ist der Nachweis der Teilnahme durch die Hochschule. Die Prüfung umfasst 50 Fragen in 120 Minuten und gilt ab 67 % als bestanden. Das Zertifikat ist 5 Jahre gültig und kann durch Nachweis entsprechender Berufserfahrung in Ebene C umgeschrieben werden.

Der Aufbau

Die Ausbildung zum „Certified Systems Engineers (GfSE)®“ ist in 9 Module unterteilt. Die Modulinhalte des SE-ZERT® sind für alle Ebenen des SE-ZERT® gleich. Entsprechend der ausgewählten Ebene (A, B, C oder D) sind allerdings die Kompetenzanforderungen unterschiedlich. Trainings mit abschließenden Prüfungen werden für die Ebene B und C angeboten. Für die Ebene A ist eine schriftliche Ausarbeitung anzufertigen, die mit einer abschließenden mündlichen Prüfung die Kompetenz feststellt. Für jede Ebene gibt es entsprechende Dokumente, die zum Download bereitstehen.

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Module

1

Grundlagen des Systems Engineering (inkl. Einführung)

2

Projektübergreifende Schnittstellen

3

Schnittstellen des Systems Engineering zu Projekt Management

4

Systems Engineering Management

5

Anforderungsmangement und Validierung & Verifikation

6

Realisationsprozesse

7

Querschnittsfunktionen innerhalb von Entwicklungsprojekten

8

Berücksichtigung von operationellen Aspekten und der Stilllegung im Design

9

Konfliktmanagement und soziale Kompetenz

Die für die Zertifizierung geforderten Kompetenzbereiche orientieren sich mit Ausnahme eines allgemeinen Einführungsbereiches (SE im Kontext), an den technisch orientierten Kompetenzen, die in jedem Projekt zur Anwendung kommen sollen. Hinzu kommen die Bereiche Projektmanagement, die Querschnittsfunktionen (-ilities) und Soft Skills. Zum Training der technisch orientierten Kompetenzen werden im Wesentlichen die entsprechenden Abschnitte aus dem ISO/IEC 15288, die Interpretation aus dem ISO/IEC 19760, die Terminologie aus dem ISO/IEC/IEEE 24765:2010 [5] und das INCOSE Handbuch herangezogen.

Die Norm ISO/IEC/IEEE 15288 ist eine prozessbezogenen Norm, die international die Grundlage von Systems Engineering Aktivitäten bildet. Die Umsetzung von prozessbezogener Kompetenzen ist daher ein wesentliches Ziel des Trainings. Die prozessbezogenen Kompetenzbereiche umfassen die Verfahren, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die von den Teilnehmern verstanden werden und am Ende angewandt werden sollen. Auf diese Weise sollen die Teilnehmer befähigt werden, das erlernte Wissen im Firmenalltag anzuwenden.

Da ein Systems Engineer entsprechend seinen fachlichen Aufgaben in der Regel in interdisziplinären Teams seine Aufgaben in einem Projekt wahrzunehmen hat, ist auch die Förderung von sozialen und personellen Kompetenzen, wichtig. Dazu wird auf Normen des Projektmanagements, sowie auf Literatur der Moderatorenausbildung zurückgegriffen.

Weiterführende Informationen

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Sie möchten zertifizierter Systems Engineer werden? Erfahren Sie, welche Vorteile die Zertifizierung für Sie persönlich und das Unternehmen hat und wie Sie den nächsten Schritt in Ihrer beruflichen Entwicklung gehen können. In einer Übersicht über aktuell zertifizierte Trainingsanbieter können Sie schon heute Ihren Partner finden.

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Die Assessoren der GfSE sind erfahrene Systems Engineers aus Industrie und Wissenschaft. Sie verantworten das Curriculum und die Prüfungen sowie die Akkreditierung der Trainingsanbieter.

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Das SE-ZERT® Programm bietet Schulungsanbietern und Hochschulen einen etablierten Rahmen für die Ausbildung und Zertifizierung von Systems Engineers. Zugelassene Trainingsanbieter führen Schulungen nach dem SE-ZERT® Curriculum durch und bereiten Teilnehmenden auf die jeweilige Zertifizierungsebene vor. Hier finden Sie einen Überblick über die Anforderungen an Trainingsanbieter, den Zulassungsprozess und aktuell zertifizierte Trainingsanbieter.

Unterschied zum INCOSE SEP Programm

Das SE-ZERT® Programm schließt eine Lücke im Zertifizierungsmarkt und stellt sicher, dass der Systems Engineering Gedanke aus einer Sicht kommt. Die INCOSE stellt das weltweit größte internationale Netzwerk für Systems Engineering dar. So folgt INCOSE mit dem SEP eher der US orientierten Zertifizierung-Philosophie, ähnlich dem von PMI beim Projektmanagement. Während die europäische Sicht eher von der GPM-IPMA vertreten wird. Im Bereich Systems Engineering haben wir es geschafft, das beide Zertifizierungsmöglichkeiten aus einem globalen Netzwerk kommen, denn das SE-ZERT® Programm folgt hier dem Ansatz von Europa.

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Das SE-ZERT Programm bietet mehr Inhalte als das INCOSE SEP Programm. Die auditierte Ausbildung berücksichtigt insbesondere auch die sogenannten Querschnittsfunktionen und beinhaltet einen Schulungsanteil im Bereich der Soft Skills. Auch ist die Teilnahme an einem lizensierten Kurs erforderlich, der Übungen als auch Theorie enthält. Somit wird ein hoher Standard in der beruflichen Weiterbildung geschaffen, der mittels einer Prüfung durch Multiple-Choice als auch offenen Fragen bestanden werden muss. Bei INCOSE sind lediglich Multiple-Choice Fragen in der Prüfung.